01 · Überblick

Worum geht es bei diesem Projekt?

Die Arbeiten wurden 2018 mit Polyurea Rayston ausgeführt. Sonne und Hitze sind die Bewitterung. Eine dunkle Membran auf einem Dach wird hier sehr heiß, die Oberseite muss also dafür gewählt werden.

Hier handelt es sich um eine Behälterauskleidung.

Polyurea Rayston wird heiß gespritzt. Sie geliert in rund vier Sekunden, der übliche Auftrag liegt bei 1,5–2 mm.

Krypton Chemical stellt das Harz her. Die Verarbeitung erfolgt durch den ausführenden Fachbetrieb. Die Details müssen denselben Film erhalten wie die Fläche, und die Aushärtung muss abgeschlossen sein, bevor das Gebäude wieder in Betrieb geht.

ProjektMeerwasserentsalzungsanlage in Algerien
OrtNordafrika
Jahr2018
SystemAbdichtung
ProduktePolyurea Rayston

02 · Herausforderung

Welche Anforderungen stellte das Bauwerk an das System?

In einem Behälter steht das Wasser jahrelang an der Wand an. Undichtigkeiten entstehen an einem Rohr, einer Ecke oder einer Arbeitsfuge und werden außen erst lange nach dem Verschließen des Behälters sichtbar.

Boden und Wände bilden eine durchgehende Auskleidung, mit den Rohrdurchführungen im selben Film. Befüllt wird erst nach ausreichender Aushärtung, bei dieser Polyurea nach Tagen, nicht Wochen.

03 · Lösung

Welches System wurde hier eingesetzt?

Eingesetztes System: Polyurea Rayston. Es wurde gewählt, weil es zum Untergrund und zu den Expositionsbedingungen des Objekts passt.

Auf dem Dach muss die Membran an Abläufen und Aufkantungen dieselbe Dicke erreichen wie in der Fläche. Eine frei bewitterte aromatische Membran erhält eine aliphatische Deckbeschichtung, wenn der Farbton stabil bleiben soll.

04 · Ausführung

Wie wird das System aufgebaut?

Polyurea Rayston wird nie auf verschmutzten Untergrund gespritzt; der Beton wird vorher vorbereitet. Die Haftzugfestigkeit sollte mindestens 1,4 N/mm² betragen. Risse werden zuerst aufgeweitet und verfüllt. Die Betonfeuchte muss unter 4 % liegen, die Betontemperatur zwischen 10 und 40 °C. Bei Verdacht auf rückseitige Feuchte in der Platte werden zwei Schichten Epoxid-Grundierung aufgetragen, die zweite mit Quarzsand abgestreut. Diese Haftung verhindert Blasenbildung, wenn sich das Bauwerk erwärmt.

Die Verarbeitung erfolgt im Heißspritzverfahren und ist sehr schnell. Harz rund 65 °C, Isocyanat rund 75 °C, Schlauch rund 65 °C, und mindestens 140 bar an der Pistole. Der übliche Verbrauch liegt bei 1,5–2,0 kg/m², was einer Schichtdicke von etwa 1,5–2 mm entspricht. Die Gelzeit beträgt rund 4 Sekunden bei 25 °C. Typische Bruchdehnung 324 %, Zugfestigkeit 16,2 MPa. Ein aromatischer Film verfärbt sich in der Sonne, eine freiliegende Fläche erhält daher eine aliphatische Deckbeschichtung. Eine erdberührte oder verdeckte Auskleidung benötigt diese Schicht nicht, um ihre Festigkeit zu behalten.

Bei einem solchen Dach treten Schäden an den Rändern lange vor der Fläche auf. Attiken, Abläufe, Anlagenfundamente und Überlappungen werden zuerst ausgeführt, mit demselben System und in derselben Schichtdicke. Die Fläche kann einwandfrei sein, doch wenn der Ablauf nur mit einer Dichtmassenmanschette angeschlossen ist, zeigen sich trotzdem Flecken an der Decke darunter.

Die Decke dehnt sich zwischen heißem Nachmittag und kühler Nacht aus und zieht sich wieder zusammen. Die Membran muss diese Bewegungen aufnehmen. Eine starre Beschichtung überträgt jeden Riss im Untergrund, und das Wasser erreicht schließlich die Decke darunter. Die thermische Bewegung macht auf einem solchen Dach ein elastisches System erforderlich.

Wo die Membran UV-Strahlung ausgesetzt ist, übernehmen zwei getrennte Schichten Farbe und Abdichtung. Die Membran übernimmt die Abdichtung. Eine aliphatische Deckschicht erhält das Erscheinungsbild. Wer auf die Deckbeschichtung verzichtet, weil die Membran bereits dicht ist, lässt ein intaktes Dach geschädigt aussehen und provoziert unnötige Sanierungen.

05 · Ergebnis

Was muss das System auf dieser Baustelle leisten?

Die Beschichtung muss auch nach der Wiederinbetriebnahme funktionieren, an den Details ebenso wie in der Fläche.

Angaben zu Aushärtung, Schichtdicke und Festigkeit sind typische Werte aus den technischen Datenblättern.

Entscheidend ist die sorgfältige Ausführung der Details. Auf einer Harzbaustelle ist die Fläche selbst der einfache Teil. Abläufe, Ränder, Durchdringungen und Ebenenwechsel sind die Stellen, an denen die Schichtdicke oft nicht erreicht wird und Wasser oder Verschleiß eindringen. Diese Stellen erhalten dieselben Produkte und dieselbe Sorgfalt, und die Aushärtung muss abgeschlossen sein, bevor das Gebäude wieder genutzt wird.

06 · Produkte

Eingesetzte Produkte

Polyurea Rayston

Verarbeitungsbedingungen und typische Kennwerte sind im technischen Datenblatt angegeben.

Technisches Datenblatt

07 · FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wo liegt dieses Projekt?

Meerwasserentsalzungsanlage in Algerien. Nordafrika

Wann wurden die Arbeiten ausgeführt?

2018.

Welche Produkte kamen zum Einsatz?

Polyurea Rayston.

Welche Schichtdicke hat die Polyurea?

Der übliche Verbrauch liegt bei 1,5–2,0 kg/m², was einer Schichtdicke von etwa 1,5–2 mm entspricht.

Schädigt Sonnenlicht das Material?

Reine Polyurea ist aromatisch: Der Farbton kann sich verändern, die Festigkeit bleibt erhalten. Wo die Membran der Sonne ausgesetzt ist, wird eine aliphatische Deckbeschichtung aufgebracht.

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